Cider
Cider ist kein Bier, sondern der vergorene Saft gequetschter Äpfel. Er kann knochentrocken bis süß sein und soll vergoren schmecken statt nach frischem Apfelsaft.
- Alkoholtraditioneller Cider 3–9 % laut BJCP (französischer Cider 3–6 %, englischer 6–9 %)
- EinstiegLeicht zum Anfangen
Was ist das?
Mythos oder Fakt?
Mythos
‘Cider ist eine Art Apfelbier.’
Cider ist vergorener Apfelsaft. Malz kommt nicht ins Spiel, also ist es kein Bier.
Mythos
‘Cider ist einfach Apfelsaft mit Kohlensäure und Alkohol.’
Ein guter Cider schmeckt vergoren, so wie Wein auch nicht nach Traubensaft schmeckt. Trockenere Ciders können gerade komplexer und weniger fruchtig werden.
Mythos
‘Cider ist immer süß.’
Cider reicht von knochentrocken bis so süß wie Dessertwein. Spanische Sidra ist zum Beispiel trocken und sauer.
Woher kommt es?
So schenkst du es ein
Traditionelle spanische Sidra wird mit einer übertriebenen Schenkbewegung eingeschenkt („escanciar“). So werden flüchtige Säuren und Kohlensäure freigesetzt, und du trinkst ihn nahezu ohne Prickeln.
Ähnlich wie: Met
Begriffe
- Hefe
- Der Mikroorganismus, der während der Gärung den Zucker aus dem Malz in Alkohol und Kohlensäure umwandelt.
- Malz
- Getreide, meist Gerste, aber zum Beispiel auch Weizen, das geweicht, gekeimt und getrocknet wurde, damit Zucker für die Hefe verfügbar wird; je stärker das Malz geröstet ist, desto dunkler das Bier.
- Mundgefühl / Körper
- Wie sich ein Bier im Mund anfühlt: wie voll oder dünn es ist (der Körper), wie viel Kohlensäure es hat und ob es zum Beispiel cremig oder gerade zusammenziehend ist.
- Trocken (hoher Vergärungsgrad)
- Ein Bier, das wenig süß wirkt, weil die Hefe den größten Teil des Zuckers umgewandelt hat.